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Übersicht | Laufmaschinen
Die Laufmaschinen-Palette

In einer dreiseitigen Beschreibung nennt Drais 5 Typen:

  1. Eine einfache Maschine...und dabei für jeden, der es will, eine Einrichtung um einen Mantelsack mitnehmen zu können, eine Schleifsperre und zwei Stützen, um die Maschine auch auf freien Plätzen stellen zu können. Solch eine Drais'sche Maßlaufmaschine ist nicht erhalten
  2. Eine solche mit der Einrichtung, dass man den Sitz höher oder niederer schrauben kann. Bild:
  3. Eine Maschine mit Sitzen hintereinander, auf der zwei Personen gleichzeitig fahren können...mit der Erhöhungseinrichtung für Sitze. Solch ein Tandem ist nicht erhalten
  4. Eine dreirädrige oder vierrädrige Maschine, welche vornen einen Bild: 3rädrige Laufmaschine © Prof. Dr. H. E. Lessing
    3rädrige Laufmaschine © Prof. Dr. H. E. Lessing
    gewöhnlichen Sitz zwischen zwei Rädern und hinten einen Reitsitz mit der Einrichtung zur abwechslungsweisen Erhöhung oder Niederstellung hat.
    Solche Maschinen sind in den Fürstenberg-Sammlungen in Donaueschingen erhalten - Mädchen in Hosen im Reitsitz waren damals allerdings undenkbar!!! Ihr Platz war vorne im Sessel.

    Im Herbst 1817 kommt die lang ersehnte erste gute Ernte nach fünf Jahren. Der Haferpreis sinkt, und die Pferde wachsen nach. Erst jetzt fallen die Draisinenreiter unangenehm auf, weil sie die plattenbelegten Bürgersteige statt der zerfurchten Fahrbahn benutzen. Verbote mit saftigen Geldstrafen würgten nun das Draisinenreiten für ein halbes Jahrhundert ab. Die Zweiräder endeten also nicht infolge technischer Unzulänglichkeit, sondern weil sie weltweit schlichtweg verboten wurden - in Mannheim, England, Italien, USA und sogar Kalkutta.

Bild: Drais-Laufmaschine 1817 (links) und zeitgenössisches Laufrad (mitte)
Drais-Laufmaschine 1817 (links) und zeitgenössisches Laufrad (mitte)
Bild: Maßlaufmaschine mit uniformierten Stabsguide
Maßlaufmaschine mit uniformierten Stabsguide


© Sören Fink mit wissenschaftlicher Unterstützung von Prof. Dr. H. E. Lessing