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Stationen | Kandern
Kandern 1801

Bild: Forstamt Kandernbr /Foto Volker G. Scheer
Forstamt Kandern
Foto Volker G. Scheer
Der Vater heiratet zum zweiten Mal - eine Hofdame aus dem kurhessischen Giessen. Im Herbst besucht die Familie den Südschwarzwald und das Forstamt in Bild: Goldene Saubr /Foto Volker G. Scheer
Goldene Sau
Foto Volker G. Scheer

Kandern, wo seit zweihundert Jahren ein goldener Trinkpokal in Form eines Wildschweins steht, die goldene Sau von Kandern. Im Willkommbuch haben sich die Draisens verewigt - es ist die erste bekannte Schriftprobe von Karl Drais. Der Vater dichtet den Anfang und benutzt einen juristischen Fachausdruck, das Scheinwerk, d.h. simulierter Fakt oder Fata Morgana:

Seit zweihundert Jahren schon
Zu leeren in gefäll'gem Ton
Ist dein verdient Geschäfte:
Erst lasst uns mehr als Scheinwerk sein,
Dann mit der Freundschaft holden Zeih'n
Selbst bei der Unschuld Tändelei'n
Uns herzlich freu'n und wiederfreu'n.
Vater Drais, 46

Ganz stimm' ich mit dem Gatten ein.
Friederike von Drais, geb. von Rotberg, 42

So wohl gefiel mir noch kein Schwein
Amalie von Drais, 15

Oh, wie bin ich heut entzücket,
Wenn es die Welt nur einst beglücket
Karl von Drais, 16 Bild: Faksimile aus dem Willkommbuch (GLA Karlsruhe)
Faksimile aus dem Willkommbuch (GLA Karlsruhe)

Zufriedenheit ist unser größtes Glück.
Wer diese ganz besitzt
Der dank' es dem Geschick
Karoline von Drais, 12


© Sören Fink mit wissenschaftlicher Unterstützung von Prof. Dr. H. E. Lessing